01. April 2014

Wir haben in unseren Kommentare eine gute Frage gestellt bekommen und Stephan hat eine so ausfuehrliche Antwort geschrieben, dass ich aus seiner Antwort gleich einen Eintrag mache.
Irgendwie habe ich mir gar nie ueberlegt, dass viele vielleicht gar nicht wissen wie das alles mit der Green Card funktioniert. Hier ist also Stephan's Erklaehrung:


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Ich denke viele Leute wissen nicht genau wie die Lotterie wirklich funktioniert. Viele glauben dass sobald man gezogen wird, wird einem eine Green Card zugeschickt. Das ist aber nicht so.
Erstmals, muss man sich dafuer qualifizieren mitmachen zu koennen. Zwei Bedingungen muessen erfuellt sein:

1. Man muss in einem Land geboren sein, welches zugelassen ist. Die Liste variert von Jahr zu Jahr und soviel ich weiss, werden nur Laender zugelassen von welchen im letzten Jahr weniger als eine gewisse Anzahl Visa beantragt wurden. Es gibt zu dieser Bedingung einige Hintertuerchen, wie anstatt das eigene Geburtsland, das eines Elternteils (falls es ein anderes Land ist) und solche Dinge.

2. Man muss entweder (a) 13 Jahre Schulbildung nachweisen koennen, oder (b) in einem Job arbeiten welcher mindestens 2 Jahre training benoetigt und auf einer Liste von Jobs ist die in den USA gebraucht werden.



An der Lotterie kann man dann gratis mitmachen. Von allen Teilnehmern werden rund 100,000 gezogen, aber nur 55,000 Green Cards werden vergeben. Wird man gezogen, dann hat man eigentlich nur das Recht gewonnen sich um eine Green Card zu bewerben. Man bekommt eine Case Nummer und die Green Cards werden von der tiefsten zur hoechsten Case Nummer vergeben.
Zuerst schickt man einen Stapel Dokumente mit allen moeglichen Informationen nach Kenntucky in ein zentrales Departement. Die leiten dann die Bewerbung an die zustaendige Botschaft (in unserem Fall Montreal) weiter, sobald die jeweilige Case Nummer an die Reihe kommt.
Die Botschaft laedt einem dann zu einem Interview ein. Vor dem Interview muss die ganze Familie zu einem Arzt und Labor besuch mit all den Tests wie im Bericht beschrieben. Es handelt sich hierbei um US Vertrauensaerzte, man kann sich also nicht frei aussuchen wohin man gehen will.

Beim Konsulat muss man dann beweisen dass man auch wirklich in dem Land geboren war das man angegeben hat, man ueber die noetigen Mittel verfuegt um es in die USA zu schaffen, die Ausbildung oder den Job hat den man angegeben hat, keine Kriminelle Vergangenheit, usw.
Sollte das alles klappen, erhaelt man das Visum, muss dann aber zuerst in die USA einreisen um es zu "aktivieren".
Dazwischen muss man einiges an Gebuehren zahlen... Bearbeitungsgebuehren fuer jedes Familien Mitglied, eine Einwanderungsgebuehr, eine Green Card Bebuehr und den medizinischen Untersuch.

Wie ihr seht ist es ein relativ langer und aufwaendiger Prozess, vorallem wenn das interview in Montreal ist und man 4 Flugstunden entfernt wohnt. Die Kosten sind, vorallem fuer eine 4 koepfige Familie, nicht klein. Auch der Zeitaufwand fuer die ganze Vorbereitung aller Dokumente, und die Gebuehren fuer einige dieser Dokumente zaehlt sich irgendwann zusammen...
Natuerlich war es uns dieser ganze Aufwand wert, denn wenn man einmal eine GreenCard in den Haenden hat stehen einem wirklich viele Tueren offen und es ist eine einmalige Gelegenheit.
Unserer Meinung nach kann man einer Green Card kein Preisschild geben, es ist die beste Option in die USA einzuwandern, und es gibt Geschaeftsleute die Millionen in den USA investieren muessen um sich um eine solche Karte bewerben zu koennen.

Allerdings, sobald die GreenCard "aktiviert" ist hat man nur 12 Monate Zeit um auch in die USA auszuwandern. Schafft man das nicht innerhalb dieser Zeit, verfaellt die Green Card fuer immer und der ganze Aufwand war umsonst.

Wie ihr im letzten Bericht lesen koennt, haben wir die meisten Huerden nun gemeistert. Es bleibt nur noch fuer jedes Familien Mitglied eine Green Card Gebuehr (fuer die eigentliche Karte) von $165 USD zu zahlen, und in die USA einzureisen um die 12 Monate frist zu starten. Sobald wir nun das naechste mal in die USA einreisen wird die GreenCard innert 60 Tagen geschickt. Dafuer brauchten wir allerdings eine US addresse, eine weitere kleine Huerde... War in unserem Fall aber zum Glueck kein Problem. Es besteht theoretisch aber immernoch eine kleine Chance dass wir abgelehnt werden wenn wir einreisen. Nun ist diese Chance aber wohl kleiner als 1%.


02. April 2014


Stephan schreibt schon wieder ein Bericht.

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Kaum war ich fertig mit meinem Diplom im August letztes Jahr, hatte ich eine US Designation begonnen. Es ist eine Zertifizierung fuer Berufsleute die in Supply Chain arbeiten und gedacht als berufsbegleitende Ausbildung. Man braucht 5 Jahre Berufserfahrung und muss 3 Pruefungen bestehen.
Ich habe alle Buecher als e-books bestellt und sie jeweils morgens auf meiner 50 minuetigen Busfahrt nach Downtown, und abends auf dem nach Hause weg gelesen. So musste ich praktisch gar nichts zu Hause lernen. Nur jeweils 2 mal 3 Stunden fuer jede Pruefung hatte ich zu Hause eine Probepruefung geschrieben.

Die erste Pruefung hatte ich im Dezember gemacht. Darauf hatte ich mich gut vorbereitet und 2 Buecher gelesen.
Die 2. Pruefung war etwas einfacher fuer mich, da diese Kapitel mehr mit meiner Beruflichen Vergangenheit zu tun hatten. Ich hatte dafuer nur ein Buch gelesen, und die Pruefung Ende Februar geschrieben.

Die Letzte Pruefung stand nun heute an. Ich habe dafuer gar kein Buch gelesen. Es ging hauptsaechlich um Management und dass hatte ich ja erst gerade noch 2 Jahre lang und breit fuer mein Diplom studiert. Nachdem ich die erste Probepruefung geschrieben hatte (und bestanden) habe ich mich einfach ein bisschen um die Themen gekuemmert in denen ich nicht so toll abgeschnitten hatte.
Nun habe ich heute auch die letzte Pruefung bestanden und darf mich nun "Certified Professional in Supply Mangement" (CPSM) nennen.
Da diese Designation in den USA basiert, koennte es eine Hilfe bei der Job suche werden.
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Nun muss ich aber auch noch etwas dazu schreiben. In Stephan's Bericht hoert sich alles an, als sei dies total normal. Ist es jedoch nicht. Stephan hat alles im Super-Turbo-Eiltempo durgezogen!
Seine Arbeitskollegen machen die canadische Version von der selben Ausbildung, die jedoch genau das gleiche ist. Die gehen fuer dies alle in die Schule und machen es nicht im Selbststudium wie es Stephan machte. Die Ausbildung dauert so 3 Jahre!
Stephan hat alles innerhalb von 8 Monaten erledigt und hat nicht einmal die Haelfte aller Buecher gelesen! Er konnte einfach so an die Pruefungen gehen, da er alles wusste!
Ist ja logisch hat er das nicht so geschrieben. Aber ich darf ja schreiben, dass er ein "Super-Hirn" ist.
Ich bin richtig stolz auf ihn, wie schnell und gut er das alles gemeistert hat.


03. April 2014

Ashley hat in letzter Zeit immer gesagt, dass sie einen Schneemann bauen moechte. Da wir im Moment immer noch viel Schnee haben, war dies kein Problem.
Einen Schneemann im April ist doch ganz toll, oder?
Nicht gerade das schoenste Exemplar, aber Ashley hat es gefallen.




04. April 2014

Wir haben einen Ausflug in den "Banff National Park" gemacht. Wir sind ja nicht so grosse "Berg-Menschen" und deshalb fahren wir auch nicht sehr oft in die Berge. Stephan war das letzte mal im September dort mit Nexen und zusammen waren wir das letzte mal im Dezember 2011 in Lake Louise als ich die Christmas Party von meinem alten Geschaeft hatte.
Wir sind mehr Stadtmenschen, aber viele Staedte zum besichtigen haben wir ja nicht in unserer Umgebung...

Als erstes sind wir nach Banff und gingen gleich essen, zum Boston Pizza. Wir lieben die Vielfalt des Essens dort. So finden immer alle etwas. Vorallem ist es auch ein tolles Restaurant fuer Kinder. Viel zum malen, recht grosse Auswahl an Kinder Menus und ein Dessert ist auch im Preis inbegriffen.
Ich hatte wie fast immer die "Baked Chipotle Bacon Penne" Stephan isst meistens eine Pizza und Ashley liebt die "Bugs and Cheese" (Mac and Cheese). Fuer Tiffany habe ich Essen mitgenommen. Sie isst sonst immer von meinem Teller, aber in einem Restaurant mag ich das nicht. Ich moechte genau wissen was sie isst und es soll gesund sein. Das konnte man von meinem Essen nicht behaupten.



Tiffany knabbert an Cheerios und Ashley ist ganz gluecklich ueber ihr Dessert:



Wir sind gleich fuer zwei Tage geblieben, da dies einfacher ist mit den Kids.
Es war halb sonniges und halb bewoelktes Wetter aber recht warm. Das war toll!
Wir sind in Banff rumgelaufen...



Der Bow River war noch fast ganz zugefroren:





Spaeter haben wir uns auf den Weg zum Lake Minewanka gemacht, den man wegen all dem Schnee und Eis natuerlich noch nicht sehen konnte. Aber das wussten wir ja.


unser Auto inmitten der Berge




hinten links ist der Lake Minewanka


Lake Minewanka

Wir waren nicht sehr lange beim See. Es gab ja nicht sehr viel zu sehen und es war recht kalt.
Auf dem Weg zurueck nach Banff sahen wir zwei "Bighorn Sheep" (Dickhornschaf) am Strassenrand. Ich habe sofort angehalten und Stephan hat Fotos gemacht. Er ist sogar ausgestiegen aber die beiden hat das ueberhaupt nicht interessiert und sie haben friedlich weiter gefressen.



Zurueck in Banff haben wir noch verschieden Souvenir Laeden unsicher gemacht und so ist die Zeit auch recht schnell vorbei gegangen.
Spaeter haben wir in unserem Hotel eingecheckt und es war auch schon bald Zeit zum Schlafen fuer die Kinder.


05. April 2014

Den Morgen haben wir mit Tim Hortons gestartet. Gestaerkt haben wir uns dann auf den Weg nach Lake Louise gemacht.
Tiffany konnte gestern durch den Tag nicht gut schlafen und so war die Nacht dann auch nicht so toll. So waren heute Ashley und Tiffany sehr muede und sind auf dem Weg zum Lake Louise eingschlafen. Wir wollten sie nicht schon wieder aufwecken und haben sie im Auto schlafen gelassen. Natuerlich sind auch Stephan und ich im Auto geblieben. Wir hatten es ja nicht eilig und auch nicht wirklich etwas auf dem Programm.
Als die Girls wach waren haben wir zuerst unsere Sandwiches gegessen und danach haben wir uns die Schneelandschaft beim Lake Louise angeschaut.
Es war nicht das erste mal, dass wir im Winter dort waren. Aber wir waren noch nie am Ende des Winters in Lake Louise. Es hatte unglaubliche Schneemassen ueberall. Man konnte durch richtige "Schneegaenge" laufen. Das war cool. Schaut auf den beiden Fotos wieviel Schnee links und rechts vom Weg liegt.





Ganz cool war auch die Aussicht auf den See. Wir sind ungefaehr am selben Punk gestanden wie auch schon einmal als wir dieses Foto gemacht haben. Ist das nicht witzig? Ein Schneewand verdeckt die Aussicht.




Lake Louise mit dem Eisschloss

Wir wollten auch noch ein Familienfoto haben. Ihr koennt es euch bestimmt schon denken... Ashley wollte wieder einmal nicht mitmachen und hat geschrien.
Na ja, hier stehen wir auf dem See mit dem Schloss und den Bergen im Hintergrund.



Am Nachmittag haben wir uns dann wieder auf den Weg zurueck nach Calgary gemacht. Ein kurzer Trip, aber es war schoen wieder einmal im National Park zu sein.


16. April 2014

Ich versuche Tiffany Baby-Zeichensprache beizubringen wie damals Ashley. Mit Tiffany habe ich angefangen als sie schon ganz klein war. Mit Ashley habe ich erst mit 7 Monaten angefangen und das erste Zeichen hat sie erst mit 13 Monaten gemacht. Sie war dafuer so schnell mit lernen und die ganze Zeit neue Zeichen dazu gelernt. Eigentlich haette ich das weiter machen sollen mit ihr als sie dann sprechen konnte. Sie kann sich naemlich nicht mehr an alle Zeichen erinnern die ich ihr beigebracht habe.
Tiffany ist nun 9 Monate alt und vor ein paar Tagen hat sie ihre ersten Zeichen gemacht. Sie kann nun schon drei Zeichen: "Milch", "mehr", und "essen".
Sie muss nur noch lernen sie im richtigen Moment zu machen. Vorallem das Zeichen fuer Milch scheint ihr gut zu gefallen und sie machte es staendig auch wenn sie gar keine Milch moechte. Das Zeichen fuer "mehr" macht sie jedoch beim Essen, wenn sie mehr moechte.
Ich habe sie heute beim Joghurt essen gefilmt und sie hat das Zeichen fuer Milch und Essen gemacht.
Es ist nur ein kurzes Filmchen. Am Schluss seht ihr was fuer ein Clown Tiffany die ganze Zeit ist. Es ist so richtig typisch fuer sie was sie macht.





17. April 2014

Wir haben uns vor einigen Wochen entschieden, dass wir die Aktivierungsreise fuer unsere Green Card nicht mit einem Flug in die USA machen werden. Es ist einfach viel zu teuer noch einmal irgendwohin zu fliegen. Vorallem ist es von Calgary aus ja nicht sooo weit um mit dem Auto in die USA zu fahren.
Bis zur Grenze (nach Montana) braucht man 4 Stunden. Die naechst groessere Stadt ist Great Falls und man braucht weitere 2 Stunden bis man dort ist.

Heute war es so weit und wir wollten in die USA fahren. Wir dachten, dass sich das lange Osterwochenende perfekt dafuer eignet. Am Freitag (Karfreitag) haette Stephan so oder so frei gehabt und da es ein Feiertag ist, hat er heute (Donnerstag) dafuer frei bekommen.
Zuerst dachten wir, dass wir die Fahrt vielleicht besser aufteilen wegen den Kinder, aber dann wollten wir doch lieber alles an einem Tag erledigen.
Hier die Karte von Google, wo ihr den Weg von Calgary nach Great Falls sehen koennt:


Wir haben extra alles so geplant, dass wir am Morgen gleich losfahren konnten und alles schon im Auto bereit war. Auch das Fruehstueck haben wir im Auto gegessen. So waren Ashley und Tiffany beschaeftigt und wir konnten schon ein paar Kilometer zurueck legen. Ich habe ein paar Dinge eingekauft und wir sind auch noch schnell durch den "Drive Thru" von Tim Hortons fuer Kaffee. Und dann konnte es los gehen.
Das gute ist ja, dass wir nun einen Minivan haben. So haben wir die Zweierbank der hintersten Sitze hochgeklappt, damit einer von uns dort hinten sitzen konnte.
Ich bin am Morgen gleich gefahren und Stephan sass ganz hinten und hat uns alle mit Essen bedient fuer das Fruehstueck.

Als es Zeit wurde fuer Tiffany's erstes Nickerchen ist Stephan wieder nach vorne gekommen. Ashley ist zu unserer Verwunderung auch eingeschlafen. Irgendwie schien sie nicht so fit zu sein. Sie braucht nicht viel Schlaf und macht schon seit ein paar Monaten eigentlich keinen Mittagschlaf mehr.
Spaeter haben wir dann gemerkt, dass sie wahrscheinlich krank ist. Sie war sehr warm und war die ganze Zeit so schlaeferig. Was jedoch die Reise fuer uns einfacher machte, da sie so keine Unterhaltung brauchte. Sie war ganz zufrieden einfach in ihrem Autositz zu sitzen und nichts zu tun.
Ich habe noch ein Foto vom Nachmittag, als wir schon in den USA waren. Stephan war am fahren und ich sass ganz hinten im Auto. Noch ein Vorteil an den rueckwaertsgerichteten Autositzen. So konnten sie immer entweder Stephan oder mich sehen, wenn wir hinten sassen.
Hier ist das Foto, Ashley war schon wieder am schlafen...



Je naeher wir zur Grenze kamen desto aufgeregter wurden wir. Wir hatten ja nichts zu befuerchten und es sollte nur noch eine Formsache sein. Aber es war trotzdem so aufregend. So lange haben wir auf diesen Augenblick gehofft...
Wenn man mit dem Auto in die USA einreist steht man mit dem Auto sozusagen in der Schlange um mit dem Officer am Fenster zu sprechen. Wie ein "Drive Thru". Wenn man dann an der Reihe ist und an das Fenster faehrt, wird das Auto von allen Seiten fotografiert.
Stephan hat dann dem Officer unsere Paesse gegeben und gesagt, dass wir das Visum drin haben und es aktivieren muessen. Er gab ihm auch die beiden dicken Briefumschlaege. Der Officer hat so reagiert als haette er gar nicht so richtig eine Ahnung was das ganze soll.
Er fragte ob wir dann gleich wieder nach Canada zurueck fahren und Stephan sagte, dass wir fuer ein paar Tage in Great Falls bleiben. Er sagte nur: "All right".
Es war irgendwie total witzig. Als Canadier hat man es schon total cool in die USA einzureisen. Das haben wir ja schon vor einem Jahr erfahren. Aber nun mit dem Visum im Pass schien es sie ueberhaupt nicht mehr zu interessieren was wir vorhaben.



Wir mussten dann auch auf den Parkplatz fahren, wie schon als wir noch als Schweizer einreisten und das gruene Formular ausfuellen mussten und die Fingerabdruecke geben mussten. Fuer das muss man in das Gebauede reingehen. Das kannten wir ja schon gut.
Es war ganz leer und keine anderen Reisende waren dort. Wir sollten uns setzen hiess es. Und dann war warten angesagt... Es kamen und gingen viele Leute die ganze Zeit und wir waren am warten...
Aber das wussten wir ja, dass es eine Weile dauern wird. Keine Ahnung was die genau machen mussten. Wahrscheinlich noch einmal durch alle Dokumente gehen usw.
Irgendwann war es dann endlich so weit und ich wurde aufgerufen. Ich musste auf einem Papier einen Fingerabruck von meinem rechten Zeigefinger geben. So richtig Verbrecher maessig mit schwarzer Tinte.
Dann musste ich noch in einem Feld unterschrieben. Der Abdruck und die Unterschrift kommt dann auf die Green Card. Stephan musste das selbe fuer seine Karte machen. Auch er kam sich ein bisschen wie ein Verbrecher vor.
Das war auch schon alles. Nun ist es offiziell und ganz sicher:
Wir haben die Green Card der USA! Wir sind "Landed Immigrants" und duerfen nun leben und arbeiten in den USA!

Nun gilt unser Visum im Pass als Green Card bis die eigentliche Karte per Post kommt. Auch eine Sozialversicherungsnummer (SSN) ist nun beantragt und diese sollte ebenfalls per Post zugeschickt werden.

Stephan liebt Zahlen und hat auch noch etwas zu sagen:

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Im 2007 durften wir auf 41'285km² (der Schweiz) frei leben und arbeiten. Innert 5 Jahren, 11 Monaten und 3 Tagen haben wir diese Flaeche um 480 mal die Schweiz vergroessert. Als Canadisch/Schweizerische Doppelbuerger und Green Card besitzer der USA koennen wir uns nun auf 19'852'630km² voellig frei bewegen und arbeiten.
Dies ist groesser als die Flaeche des Mondes!
Wenn man nur die Landflaeche des planeten Erde betrachtet sind wir von 0,02% der Erde zu mehr als 13,3% gekommen. Also von zwei 10'000stel zu mehr als einem Achtel!
Ganz neutral betrachtet, haben wir uns und unseren Kindern viele Tore geoeffnet. Wir koennen uns bis zu unserem Lebensende nun auf einer riesigen Flaeche problemlos bewegen sollte einmal irgendwo irgendein Problem auftreten. Man weiss ja nie was Wirtschaft, Natur, Kriege, usw anrichten koennen.
Nun haben wir extrem viele Moeglichkeiten, aber um die USA dauerhaft als Moeglichkeit zu haben, duerfen wir nie laenger als 12 Monate weg sein.
Ich fand nur die Zahlen beeindrueckend. Von einer kleinen Erbse, sind wir nun zu einem riesigen Teil der Erde geworden. Natuerlich koennten wir als Schweizer auch einfacher in andere europaeische Laender, und als Canadier einfacher nach Australien, Grossbritannien, und andere "Common Wealth" Laender.
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Unsere Fahrt ging weiter, in den USA. Man merkt schon gleich den ersten Unterschied wegen den Tafeln mit den Geschwindigkeitsbeschrenkungen. In Canada haben wir das metrische System wie in Europa, und in den USA ist das bekanntlich ja anders. So war nun alles in Meilen pro Stunde angegeben. Auf dem Tacho canadischer Autos sind Meilen auch angegeben, jedoch kleiner als die Kilometer. Aber so kann man ohne Probleme in den USA fahren und kann sich an die Geschwindigkeit halten.

Wir sind richtig gut vorwaerts gekommen und waren dann schon am Nachmittag in Great Falls. Stephan hat unser Hotel ohne Probleme gefunden, wir haben eingecheckt, alles ins Zimmer gebracht und sind dann gleich wieder los geduest. Wir hatten hunger und wollten Essen gehen.
Applebee's sollte es sein. Den haben wir auch in Calgary, jedoch ist das Menu anders und schmeckt uns in Canada nicht so gut wie in den USA.
Stephan und ich hatten beide ein Steak. Die Menukarte fuer Kinder hatte eine riesige Auswahl. Viel groesser als was wir uns aus Canada gewoehnt sind. Ashley wollte Mac and Cheese haben (was fuer eine Ueberraschung) und dazu haben wir als "side dish" Joghurt mit Fruechten bestellt. So hatte Tiffany auch gleich noch etwas zum Essen. Wie praktisch. Obwohl Ashley hatte auch fast nur Joghurt gegessen. Sie fuehlte sich nicht sehr gut und hatte auch Fieber.
Uns sind auch gleich ein paar Unterschiede bei den Amerikanern aufgefallen. Canadier sind ja ein bisschen verschlossen, so wie die Schweizer. Die Amerikaner (wie man bekanntlich weiss) jedoch ueberhaupt nicht.
Die Kellnerinnen z.B. die bei unserem Tisch vorbei kamen, haben meistens irgend etwas zu uns ueber die Kinder gesagt oder gleich etwas zu den Kids.
Der Geraeuschpegel im Restaurant war auch ganz anders. Ich fand es schon immer toll, das die Amerikaner ziemlich laut sind, weil ich auch meistens sehr laut bin... Hehe... Irgndwie ist uns das mittlerweile gar nicht mehr aufgefallen, dass die Canadier viel leiser sind.
Das sind so die ersten Unterschiede die uns gleich auf Anhieb aufgefallen sind.


15. April 2014

Ich habe einen wichtigen Bericht von Stephan ganz vergessen. Mein Gedaechtnis ist nicht mehr das, was es mal war... Stephan erzaehlt:

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Als wir vor 10 Tagen in Banff waren bekam ich ploetzlich ein Email von den Calgary Flames. Ich hatte vor einer Weile an einem Wettbewerb auf ihrer Internetseite mitgemacht. Ich fuellte nur meine Kontaktdaten ein und das wars. Ich hatte es eigentlich auch bereits wieder vergessen. Jedenfalls kam nun ein Email und teilte mir mit ich haette den Hauptpreis gewonnen! Einen Trainingsnachmittag mit dem Flames Strength & Conditioning Coach (Kraft und Ausdauer Trainer), dem Captain Mark Giordano and dem erstrunden Draft Pick des letzen Jahres, Sean Monahan. Ausserdem ein unterschriebenes Flames Leibchen und einen $250 Gutschein fuer einen Sportladen. Ich durfte auch jemanden mitnehmen.



Heute war es dann soweit. Ich habe Robbie, einen Kollegen von der Arbeit und meiner Plausch Hockey Mannschaft mitgebracht.
Die Flames hatten eine Garderobe fuer alle Gewinner und die Begleitpersonen eingerichtet. Jeder bekam ein Flames Jersey, eine Wasserflasche, Baseballcap, ein Tuch, und Trainingshose und T-Shirt. Die Gewinner bekamen ausserdem einen $250 Sportchek Geschenkgutschein.
Zuerst gab es eine Tour im Saddledome. Gaestegarderobe, Journalisten Restaurant, Kueche, Fanshop Lager, Spielerbaenke, nichts wurde ausgelassen. Es war interessant den Saddledome einmal hinter den Kulissen zu sehen.
Danach war umziehen angesagt, damit das Training losgehen konnte.
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Waerend dem ganzen Event wurden von Flames Angestellen Fotos geschossen und gefilmt fuer ihre Website.
Am Anfang wurde jeder interviewt aber nicht jedes Interview wird im Video gezeigt. Das von Stephan wurde jedoch ausgewaehlt. Am Schluss wollten sie noch mehr interviews mit ein paar der Gewinner machen und sie wollten Stephan noch einmal haben, da er es so gut gemacht habe. Mein Fernsehstar. Ich glaube er sollte beim Fernsehen arbeiten.
Auf jeden Fall koennt ihr im Video sehen was alles gemacht wurde und wie Stephan interviewt wurde:





Hier sind die Fotos die gemacht wurden. Ich habe ein paar von Stephan ausgewaehlt.


Captain Mark Giordano und Erstrunden Draftpick Sean Monahan









Nach dem Event haben die Flames den Gweninnern in ihrer Garderobe ein Essen serviert:




18. April 2014

So weiter geht es mit dem Bericht von den USA.

Wir waren heute im Walmart um Dinge zu kaufen die es bei uns in Canada nicht gibt. Zum Beispiel Vanilla Coke und Cherry Coke fuer Stephan und ich liebe eine Schokoladensorte die es nur in den USA gibt.
Auch sonst ein paar andere Snacks. Es gibt wirklich vieles in den USA zu kaufen, dass es bei uns nicht gibt.

Als naechstes wollten wir versuchen eine Telefonnummer fuer die USA zu bekommen. Aber natuerlich nicht eine mit der Vorwahl von Montana sondern eine von Florida. Auch nicht einfach irgendwo in Flordia, sondern eine von Tampa.
Wenn Stephan sich in den USA bewirbt mit seiner canadischen Nummer faellt das natuerlich auf auf dem Lebenslauf. Eine USA Nummer wuerde viel besser aussehen.
Bei "Verizon" war dies kein Problem. Stephan hat sich das guenstigste Telefon mit einer SIM Karte ausgesucht, ohne Vertrag. Und nun haben wir eine coole Tampa Telefonnummer.
Stephan hat noch mehr zu diesem Thema zu sagen, fuer alle Technik Freaks:

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Am Abend als meine Frauen bereits schliefen, kam mir auf einmal in den Sinn dass ich einmal etwas von einer "Google One Number" gehoert habe, diese aber nur in den USA erhaeltlich ist. Ich habe mich dann gefragt ob ich nun nicht eine solche Nummer bekommen koennte? Und tatsaechlich, weil ich eine US Nummer hatte (das neue Handy) und mich im Hotel (also mit US IP addresse) einloggte, konnte ich eine Google One Nummer bekomen. Diese Nummer ist wie jede gewoehnliche Nummer, auch mit Tampa Vorwahl, aber hat nun den Vorteil dass ich auf verschiedenen Handys und Festnetznummern gleichzeitig einen Anruf erhalten kann. Meine Idee war dass mein privates Handy und mein Arbeitshandy ebenfalls Anrufe von der Tampa nummer empfangen koennen. So brauche ich nicht 3 Handys herum zu tragen.
Weitere Vorteile sind eine unbeschraenkte Mailbox und SMS Empfang auf allen Handys und per Email. Einziger Nachteil: Die Anrufe koennen nicht auf eine Canadische Nummer umgeleitet werden...
So wurde es eine lange Nacht auf der Suche nach einer Loesung. Nun habe ich auch eine "Voxox" nummer mit California Vorwahl. Nun ist das folgendermassen verhaengt:
Jemand ruft auf meine Tampa Google Phone nummer an. Google leitet den Anruf sofort auf meine Californische Nummer und Voxox leitet dann den Anruf auf meine beiden Calgary Handys. Das ganze kostet mich 2 cents pro Minute (im vergleich zu 89 cents mit dem Verizon Handy) und Anrufe sind innert 2 Sekunden auf meinem Calgary Phone.
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Ein Konto bei einer amerikanischen Bank wollten wir auch machen. Das war jedoch nicht so einfach, da die meisten Banken in Montana nicht in den ganzen USA vertreten sind. So haben wir uns fuer "Wells Fargo" entschieden, da wir nicht wirklich eine andere Moeglichkeit hatten. Die haben ueberall in den USA Filialen.
Wir sind da einfach ohne Termin hin und das war kein Problem. Eine nette Angestellte hat sich um uns gekuemmert. Da wir noch keine SSN (Sozialversicherungs Nummer) haben, konnten wir das Konto nur als Canadier erstellen. Das heisst wir haben nun ein Konto mit einem Bankkaertchen und koennen Geld einzahlen und abheben und haben auch Online banking. Aber wir haben noch keine Kreditkarte bekommen. Sobald wir die SSN haben koennen wir sie ihnen angeben und unser Konto wird geaendert.
Wir haben natuerlich auch noch keine Credit History in den USA. In Canada haben wir eine super gute, aber das nuetzt uns nichts, wenn wir Canada verlassen. Solange wir noch nicht die SSN haben koennen wir in den USA auch noch nicht die History aufbauen. Aber wir bekommen nun mit diesem Konto wenigstens schon eine "Bank History" was besser als gar nichts ist.
So haben wir heute zwei wichtige Dinge erledigt die wir von Canada aus nicht haetten machen koennen. Der Trip hat sich also wirklich gelohnt.


20. April 2014

Gestern waren wir in der Mall von Great Falls. Sie war richtig klein. Aber die hatten ganz tolle Toiletten.
In Canada gibt es in den Malls immer Familien-Toiletten wo es mehr Platz hat und man das Baby wickeln kann. Manchmal hat es dort drin auch gleich noch eine kleine Toilette fuer Kinder. Das ist dann einfach ein groesseres Abteil oder ein seperater kleiner Raum.
Hier in der Mall hatte es ganz normal die Frauen und Maenner Toiletten aber dann noch zusaetzlich einen fuer Kinder. Einen ganzen Bereich mit mehreren kleinen Abteilen. In jedem Abteil war eine kleine Kinder Toilette und ein kleiner Waschtisch. Das war so suess, dass ich Fotos machen musste.


hier sieht man wie klein und niedrig die Tueren waren


ist das nicht suess? Alles so klein.

Leider ging es Tiffany seit vorgestern nicht mehr so gut. Sie hat sich wieder einmal bei Ashley angesteckt. Ihr ging es wieder besser. Sie wechseln sich die ganze Zeit ab...
Und bei mir fing es dann gestern auch an. Ist das nervig. Wir sind staendig erkaeltet. Aber so ist das halt wohl mit zwei kleinen Kindern.
Ich habe mich am Abend ueberhaupt nicht mehr gut gefuehlt. Wir waren im Restaurant essen und das war ein richtiges Desaster. Ashley und Tiffany waren am jammern weil sie sich nicht gut fuehlten. Ich konnte mich auch kaum um sie kommern da es mir mittlerweilen noch schlechter ging. Und dann mussten wir noch unglaublich lange auf das Essen warten. Wir waeren am liebsten einfach wieder rausgelaufen. Nun waren wir fuer einmal die mit den lauten, quengelnden Kindern. Sonst sind sie ja immer so lieb und anstaendig.
Ich glaube das ganze Restaurant war froh als wir endlich gingen. Aber wir mussten ja irgend etwas essen und Fast Food wollten wir auch nicht, wenn es uns schon nicht gut ging.



Heute ging es dann schon wieder nach Hause. Ich war ueberhaupt nicht fit und so musste Stephan den ganzen Weg alleine zurueck fahren. Ich war die meiste Zeit ganz hinten auf dem Sitz im Auto, dass die Kinder sich nicht alleine fuehlten. Viel machen konnte ich nicht da es mir wirklich nicht gut ging.
Aber es hat alles bestens geklappt. Die beiden sind richtig gut mit Reisen.

Und nun haben wir alles erledigt was wir machen koennen. Nun warten wir bis uns die Green Cards und die SSN Karten zugesendet werden.
Ihr werdet es erfahren wie es weiter geht bei uns.


24. April 2014

Seit wir nun die Green Card auf sicher haben bewirbt sich Stephan fleissig auf passende Jobs in New York und Florida. Bis jetzt hat er meistens nur Absagen per Email bekommen, aber dass sie seine Bewerbung in ihren Akten behalten, falls sie irgendwann eine passende Position fuer ihn haetten.
Er hatte jedoch auch schon Vorstellungsgespraeche per Telefon. Einen Job haette er sogar bekommen, aber das war nicht genug Lohn. So hat er dann abgesagt. Im Moment sind wir natuerlich noch sehr waehlerisch.
Hier noch ein kurzer Bericht vom heutigen Tag, ueber die Jobssuche:
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Heute ist mein Handy richtig heiss gelaufen. Zuerst rief mich eine Firma aus NYC (Manhattan) an und ich hatte ein Vorstellungsgespraech mit ihnen. Waehrend dem ich am telefon war, hat eine weitere Firma, noerdlich von Miami, eine Nachricht hinterlassen. Als ich dann fertig war und zurueck rief (und ein weiteres Vorstellungsgespraech abspulte) hat eine Firma von Tampa, welche heute mit mir sprechen wollte, den Termin verschoben. Der Tag endete dann mit einem Gespraech mit einer Firma in Sarasota.
Wow, das war ein interessanter Tag...


27. April 2014

Heute war wieder einmal ein Family Skate im Saddledome fuer Leute die Saisonkarten haben. Schlittschuh laufen auf dem Eis der Flames fuer die ganze Familie.
Stephan ging mit Ashley auf das Eis und ich habe mit Tiffany auf dem Ruecken Fotos gemacht und den beiden zugeschaut.

Kleinkind auf Schlittschuhen

Family Skate Calgary Flames


hier sind die beiden in der Mitte vom Eis auf dem Flames Logo

War das unser letztes Familienfoto im Saddledome?!?



Danach gab es wie immer gratis Hot Dog, Chips und Getraenke. Alle waren gluecklich.

Da es vom Saddledome aus nur ein Katzensprung ist zu dem Huegel wo wir immer die Gaestefotos vor Downtown machen, sind wir auch noch schnell dorhin gefahren. Wir hatten unser Stativ dabei und haben ein Familienfoto gemacht:




die Ladies vor der Skyline

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