01. Maerz 2014

Heute war der kaelteste Tag unseres Winters. Am 1. Maerz...
Wir hatten am Morgen -34 Grad mit einem Windchill von -42!





Stephan hat am Abend Hockey gespielt. Er trinkt nach dem Spiel nun immer ein Bier mit ein paar seiner Hockeykollegen. Nicht im Restaurant oder so, sondern gleich im Truck eines Kollegen auf dem Parkplatz. Jedes mal bringt ein anderer das Bier. Stephan hat heute das Bier gebracht und hat eine neue Weisheit: Canada ist der Ort wo man Schnee in die Kuehltruhe tut, um das Bier fuer nach dem Spiel "warm" zu behalten. Es waere ja sonst eingefroren bis nach dem Spiel.
Auf dem Nachhauseweg hat Stephan dann noch draussen ein Verlaengerungskabel gebrochen...


04. Maerz 2014

Heute war es so weit, vier Canadier gingen auf Reisen.



Es ging nach Montreal wegen unserer Green Card. Unser Flug mit Westjet ging um die Mittagszeit.
Da Ashley schon ueber 2 Jahre alt ist, mussten wir auch ein Ticket fuer sie kaufen. Wir haben ihren zweiten Autositz, den wir vor einem Jahr fuer Florida gekauft haben mitgenommen. Sie ist zwar genug alt um auf einem eigenen Sitz im Flieger zu sitzen, aber sehr sicher ist das natuerlich nicht bei so einer kleinen Person.
Die heutigen Autositze (in Canada und den USA auf jeden Fall) sind fuer Flugzeuge geprueft und so fuer Auto und Flugzeuge zugelassen.
Wir haben den Kinderwagen mitgenommen wo man den Babyautositz draufklicken kann. So konnten wir mit dem Taxi zum Flughafen fahren und hatten fuer beide Kinder einen Autositz dabei. In einem Taxi ist es vom Gesetz her nicht erforderlich, dass Kinder in einem Autositz sitzen. Es gibt auch keine Taxis die Autositze anbieten, die muss man selber mitbringen und installieren.
So waren wir natuerlich mit unglaublich viel Gepaeck unterwegs, aber das ist halt so mit zwei Kinder. Stephan hat gescherzt, dass ich fuer 2 Monate gepackt haette...
Das schoene im Flugzeug war nun aber, dass wir so viel Platz hatten, da wir ja drei Sitze fuer uns hatten. Ashley war in ihrem Autositz "versorgt" und fand es ganz toll. Und Tiffany war noch vor dem Start in meinen Armen eingeschlafen.
Ach ja, wenn ich schon von Tiffany schreibe, die arme hat ueber Nacht auf einmal eine unglaublich verstopfte Nase bekommen und es ging ihr nicht sehr gut. Was fuer ein schlechtes Timing. Aber den Flug verschieben konnten wir ja nicht. Wir muessen morgen schon zum medizinischen Untersuch antraben.
Wir haben uns natuerlich grosse Sorgen gemacht, wie das fliegen fuer sie sein wird. Ihr erster Flug und dann noch mit einer Erkaeltung. Aber sie hat das ganz toll gemeistert und wir hatten keine Probleme mit ihr.
Mit Ashley war es auch ganz toll zum fliegen. Sie ist in einem richtig guten Alter. Sie konnte ohne Probleme den Druck ausgleichen und fand alles ganz toll und spannend. Natuerlich fand sie auch den Bildschirm toll zum fernsehen und ihre neuen Kopfhoerer die wir ihr extra fuer den Flug gekauft haben.

Autositz im Flugzeug
Ashley in ihrem Autostiz im Flieger


Stephan, Anja und schlafende Tiffany

Nach 4 Stunden Flugzeit waren wir in Montreal. Montreal ist in der Provinz Quebec. In dieser Provinz ist die offizielle Sprache franzoesisch und nicht englisch. Da sollte man franzoesisch koennen... Aber zum Glueck sprechen die meisten Leute dort auch englisch.
Mit dem Taxi sind wir nach Downtown Montreal gefahren zu unserem Hotel Le Roberval. Wir haben dieses Hotel gewaehlt, weil es Suiten hatte. So hatten wir dann eine Suite mit einem grossen Zimmer in welchem ein queensize Klappbett war, ein Sofa, ein Tisch und eine kleine Kueche. Zusaetzlich gab es noch ein Zimmer mit einem weiteren queensize Bett.




unsere Suite (das Foto ist vom Tag der Abreise)


05. Maerz 2014

Unseren medizinischen Untersuch hat Stephan fuer heute gebucht, nachdem wir wussten dass wir das Interview auf dem Konsulat am 06.03. haben werden.
Eigentlich sollte man den medizinischen Untersuch zwei Wochen vor dem Interview haben, damit die Resultate am Tag des Interviews dort sind. Leider konnten wir den Untersuch jedoch nicht in Calgary machen. Die ausgewaehlten Aerzte befinden sich alle in Vancouver, Ontario, oder eben in Montreal. Das war natuerlich etwas doof, da alle viel zu weit weg sind von Calgary. Wir koennen ja nicht einfach schnell 12 Stunden mit dem Auto nach Vancouver fahren oder einen teuren Flug bezahlen. Auch hat Stephan gar nicht so viele Ferientage pro Jahr. So konnten und wollten wir auch nicht schon zwei Wochen vor dem Interview nach Montreal fuer den medizinischen Untersuch.
Wir haben die ganzen Ferien so geplant, dass wir alles moeglichst schnell und mit moeglichst wenig Ferientagen erledigen koennen. Am Dienstag nach Montreal Fliegen, am Mittwoch den medizinischen Untersuch, am Donnerstag das Interview und am Sonntag schon wieder zurueck nach Calgary. So brauchten wir nur 3 Ferientage, da Stephan am Freitag sowieso frei haette, konnten aber 6 Tage unterwegs sein.

Am Morgen um 9 Uhr hatten wir unseren Arzttermin. Mit der Zeitverschiebung zu Calgary war das fuer uns erst 7 Uhr. Wir kennen uns ueberhaupt nicht aus in Montreal und so wollten wir auch genuegend Zeit einplanen um die Arztpraxis zu finden. Wir sind dann unsere Zeit um 5 Uhr aufgestanden...
So hatten wir praktisch keinen Schlaf und die Nacht war sowieso ganz schlimm, da Tiffany noch immer erkaeltet war und nun auch noch Fieber hatte. Wir haben uns auch ganz schlecht gefuehlt, dass die Kinder aufstehen mussten und nicht mehr schlafen konnten. Aber was sind schon ein paar Stunden zu wenig Schlaf wenn wir es ihnen dafuer vielleicht ermoeglichen koennen dass sie einmal die Auswahl haben um in Canada, den USA oder der Schweiz zu leben.

Ziemlich nah vom Hotel befand sich eine Metro Station. Wir mussten nicht lange fahren und dann ging es zu Fuss das letzte Stueck bis zum richtigen Gebauede. Es war ungefaehr -10 Grad. Die haben in Montreal auch so kaltes Wetter wie wir es in Calgary haben. Es lag auch noch immer ueberall Schnee.

In der Arztpraxis musste zuerst der ganze Papierkram erledigt werden. Sie mussten unsere Paesse kopieren, wir mussten unsere in Calgary gemachten Passfotos abgeben, unsere Impfausweise, usw.
Wir mussten fuer jedes Familienmitglied Formulare ueber unsere Krankengeschichte ausfuellen.
Danach war warten angesagt...
Nach einer Weile wurden wir alle zusammen vom Arzt aufgerufen und er begleitete uns in sein Buero/Behandlungszimmer. Das war ungewohnt und erinnerte uns an die Schweiz.
In der Schweiz wird man auch immer direkt vom Arzt aufgerufen und kommt in sein Buero welches auch gleichzeitig das Behandlungszimmer ist. Ich glaube das ist ueberall in Europa so!?
Auf jedenfall ist es in Calgary nicht so, egal bei welchem Arzt man ist. In Calgary wird man von der Arzthelferin aufgerufen und kommt dann in ein winzig, kleines Behandlungszimmer und muss dort noch einmal warten. Bei jedem Arzt gibt es ganz viele dieser kleinen Behandlungszimmer und der Arzt geht dann von Zimmer zu Zimmer um die verschiedenen Patienten der Reihe nach zu sehen.
Ich weiss nicht ob das einfach nur in Calgary so ist oder in ganz Canada oder auch in den USA.
Auf jeden Fall kam uns das so richtig europaeisch vor. Wir haben auch schon immer gehoert das Montreal die europaeiste Stadt in Canada ist.
Der Untersuch vom Arzt ging ganz schnell. Er hat Stephan und mich abgehorcht, in die Ohren und die Nase geschaut und dann noch den Bauch abgetastet. Das war es schon. Bei Ashley und Tiffany ging es noch schneller. Er hat seine Formulare ausgefuellt und das war es dann auch schon. Wir konnten wieder ins Wartezimmer zurueck und weiter warten.
Bei unserem medizinischen Untersuch damals als wir Permanent Resident von Canada wurden, wurden wir viel gruendlicher untersucht und es wurden uns 100 Fragen gestellt. Das war am 08.09.2008 wenn ihr es nachlesen wollt. Wir lebten damals schon seit einem Monat in Calgary.

Als naechstes wurden wir von zwei Krankenschwestern in ein grosses Behandlungszimmer gerufen.
Stephan und ich wurden gewogen, gemessen und mussten einen Sehtest machen. Dann wurde uns noch Blut gezapft. Ashley und Tiffany wurden auch gewogen, mussten jedoch kein Blut geben.
Das wichtigste fuer die USA scheinen jedoch die Impfungen zu sein. Wir hatten schon vorher eine Liste bekommen mit allen Impfungen die wir haben muessen. Stephan hatte alles erforderliche und mir hat Hepatitis B gefehlt. Ich habe mir die erste Spritze dann gleich in Calgary machen lassen und konnte dann den Nachweis mitnehmen. Die Grippeimpfung war auch aufgelistet. Die haben wir uns in Calgary jedoch nicht machen lassen. Wir haben gehofft, dass wir die vielleicht nicht brauchen, da wir keine Fans dieser Impfung sind. Ja natuerlich, falsch gedacht. Die Impfung ist ein Muss, auch fuer Ashley und Tiffany.
Leider brauchten Ashley und Tiffany noch mehr Impfungen. Beide haben alle Impfungen fuer ihr jeweiliges Alter nach den canadischen Anforderungen. So dachte ich, dass sie alles haben was sie brauchen. Die USA hat da jedoch andere Anforderungen. Haette ich mich besser schon vorher im Internet schlau gemacht.
Beide brauchten auch Hepatitis B. In den USA bekommen die schon Saeuglinge! In Canada gibts Hepatitis erst in der 5. Klasse.
Tiffany brauchte zusaetzlich noch Rotavirus. Den bekommen Kinder in Canada gar nicht.
Uns wurde gesagt, wir koennen gleich alle Impfungen machen, muessen jedoch alles selber bezahlen. Da dachten wir uns, dass wir lieber alles in Calgary machen und unsere Versicherung einen Teil bezahlen wird. Auf das Resulat des ganzen Untersuches muessen wir ja sowieso noch warten, also muessen wir uns mit den Impfungen auch nicht so beeilen.



Es war weiteres Warten angesagt und dann wurden noch Roentgenbilder von Stephan's und meinem Brustkorb gemacht. Von den Kindern brauchten sie keine Roentgenbilder.
Danach war wieder warten angesagt und zum schluss musste alles noch bezahlt werden.
Das war ein langer und anstrengender Morgen, vorallem mit dem vielen warten die ganze Zeit und Tiffany die sich ueberhaupt nicht gut fuehlte.
Wir haben dann noch im selben Gebaeude in einem Restaurant etwas gegessen.
Stephan hat nach dem Essen nach dem WC gefragt. Er hat immer versucht ein bisschen franzoesisch zu sprechen. Er hat dann den Schluessel fuers Frauen WC bekommen!? Er hat auf englisch noch einmal nachgefragt, aber es schien alles okay zu sein.


Stephan auf dem Frauen WC

Nach dem Essen sind wir ins Hotel zurueck damit Ashley und Tiffany schlaf aufholen konnten.
Stephan hat in der Zeit der Arztpraxis unserer Hausaerztin in Calgary angerufen. Er wollte fuer uns alle einen Termin machen, damit wir die Impfungen machen koennen, sobald wir zurueck in Calgary sind.
Nun ist das aber leider gar nicht so einfach mit den Impfungen. Die Impfungen fuer die Kinder sollten kein Problem sein. Die koennen wir beim Arzt machen lassen oder bekommen das Rezept dafuer.
Das Problem ist jedoch die Grippeimpfung. Die koennen wir dort nicht machen, weil sie keine mehr haben.
Stephan hat dann in der Klinik angerufen wo die Kinder immer ihre Impfungen bekommen. (die bekommt man nicht direkt beim Arzt) Ihm wurde gesagt, dass die Grippesaison vorbei sei und sie keine Impfungen mehr machen koennen.
Sie haben ihm die Telefonnummer von einer Reise Klinik (oder wie das auch immer heisst) gegeben. Die haetten alle Impfungen und auch die Grippeimpfung. Aber sie verlangen einen hoeheren Preis als die Klinik bei der wir in Montreal waren!
Stephan hat dann kurzer Hand bei der Klinik angerufen wo wir unseren medizinischen Untersuch hatten um einen weitern Termin fuer uns zu bekommen, so dass wir dort alle erforderlichen Impfungen machen lassen koennen.
Wir hatten Glueck und haben einen Termin fuer Freitag bekommen. Wir werden dann alles selber bezahlen muessen, auch die Impfungen die die Kinder bei unserem Arzt in Calgary bekommen haetten. Aber wir moechten nun lieber gleich alles machen, damit alles erledigt ist und sich nicht alles noch mehr in die Laenge zieht.

Am Abend sind wir noch einmal nach draussen gegangen. Wir sind nach "Vieux Montreal" - die Altstadt von Montreal.


Notre Dame Basilica

Es war seeeehr kalt und so waren wir gar nicht allzu lange dort. Hatten noch etwas zum Abendessen und sind dann wieder zurueck zum Hotel.


06. Maerz 2014

Nun war er hier. Der Tag von dem Interview auf dem amerikanischen Konsulat.
Bevor wir nach Canada sind und noch unbedingt in die USA wollten haben wir viele Berichte gelesen von anderen Green Card Gewinnern und wie ihre Interviews abgelaufen sind. Und nun war es auf einmal bei uns so weit. Irgendwie noch immer unglaublich.
Ich war ein bisschen aufgeregt, da ja ich bei der Lottery gewonnen habe und es also mein Interview ist. Es ist zwar ein Familien-Interview und alle Familienmitglieder sind dabei. Aber es geht um meine Qualifikationen...

Das Interview war am Morgen um 9 Uhr. Wir wollten auf keinen Fall zu spaet kommen und haben uns natuerlich schon um einiges frueher auf den Weg gemacht. Wir hatten so gut wie nichts dabei. Wir haben online gelesen, dass man keine Rucksaecke dabei haben kann nur kleine Taschen die ein gewisses Mass einhalten muessen. Auch durften keine Lebensmittel oder Getraenke mitgenommen werden. Ob man einen Kinderwagen mitnehmen darf werde von Fall zu Fall auf dem Konsulat entschieden. Also auch keine gute Idee den mitzunehmen.
So hatten wir dann einen Plastiksack mit allen Dokumenten dabei und einen weiteren Plastiksack mit Windeln und reserven Kleider fuer die Kinder. Tiffany habe ich in das Tragetuch gepackt und Ashley konnte selber laufen. Wir mussten nur bis zur Bushaltestelle und konnten mit einem Bus bis fast vor das Konsulat fahren.
Haetten wir noch keine Kinder gehabt waeren wir bestimmt schon vor den Offnuengszeiten beim Konsulat gewesen und haetten dann einfach draussen gewartet. Nun ist halt alles ein bisschen anders. Wir wollten nicht mit den Kindern draussen in der Kaelte warten.
Beim Konsulat angekommen konnten wir gleich reingehen. Wir haben damit gerechnet, dass wir vielleicht anstehen muessen. Es war auf jeden Fall eine Absperrung draussen, damit man wuesste wo man genau anstehen muss.
Als erstes mussten wir dem Sicherheitsmann beim Eingang unsere Einladung zum Interview zeigen.
Dann konnte es los gehen. Um in das Konsulat reinzukommen muss man durch eine Sicherheitskontrolle wie am Flughafen. Alle Jacken und andere Dinge wurden durchlaeuchtet und wir mussten durch den Metalldetektor laufen. Es war alles richtig gut organisiert. Die Behaelter in welche man seine Sachen tun musste fuer die Durchlaeuchtung konnte man gleich so mitnehmen. So hat man niemanden aufgehalten.
Wir mussten eine Treppe runter und dort war ein grosser Raum wo man die Behaelter deponieren konnte und alles wieder anziehen konnte. Alles war so leer.
Dann ging es mit dem Lift nach oben. Im 19. Stock angekommen musste man der Empfangsdame seine Paesse und die Einladung vorlegen.
Wir haben einen Zettel mit einer Nummer bekommen und konnten uns hinsetzen. Es gab sogar einen Bereich fuer Kinder zum spielen. Genial!
Damit haben wir wirklich nicht gerechnet. So war Ashley schoen beschaeftigt.
Nach einiger Zeit wurde unsere Nummer aufgerufen. Stephan ging alleine zum Fenster, am Anfang musste ich ja noch nicht dabei sein. Er berichtet auch gleich selber:

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Ich musste zu einem Fenster und systematisch wurde nach Dokumenten gefragt. Zeugnisse, Formulare, Fotos, Finanzen, Geburtsscheine, Medizinische Resultate (wir hatten nur eine Bestaetigung dass wir den Untersuch gemacht haben, aber die Resultate noch nicht vorliegen), Eheschein und Paesse und weitere Details wie Uebersetzungen usw. Die Dame hat alle Originale behalten und auch eine Kopie jedes einzelnen Dokuments. Ich bekam dann einen Zettel um die Green Card Lottery Gebuehr zu bezahlen. Dies ist die Bearbeitungsgebuehr um unseren Antrag zu bearbeiten.


Nachdem das bezahlt war konnte ich dann wieder zur wartenden Familie und dann wurden wir nochmals zum ersten Fenster gerufen, diesmal die ganze Familie. Es wurden Fingerabdruecke von Anja und mir genommen und wieder ging es zurueck in den Wartebereich.

Nach einer Weile wurden wir dann zu einem anderen Fenster gerufen. Hinter einer grossen Glasscheibe war die "Immigration Officer". Wir standen in einer art Abteil mit Seitenwaenden und vorne die Glaswand. Zuerst mussten wir beide unsere rechte Hand heben und einen Schwur ablesen der bestaetigte dass alle unsere Angaben bis zu diesem Punkt wahrheitsgetreu, ehrlich und vollstaendig waren und wir auch waehrend dem Interview alle Fragen zu unserem besten wissen beantworten.
Dann ging es los mit Fragen zur Ausbildung, Job, wo wir in den USA leben wollen, wie oft wir in der Lottery mitgemacht haben usw. Die Officer hat jedes Dokument angeschaut und uns dann immer das Original zurueck gegeben. Am Schluss bekamen wir ein sogennantes "221g" ein Dokument das uns erklaerte dass unser Visum abgewiesen wurde... Abgelehnt.
Natuerlich aber nur voruebergehend abgelehnt. Der Grund ist das eine Entscheidung nach dem Interview fallen muss und wir wurden einem Visum verwehrt weil unsere Medizinischen Resultate noch nicht bereit waren. Sobald wir diese Nachliefern, wird unser Antrag nochmals beurteilt.

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So nun schreibe ich wieder weiter.
Das war natuerlich ein bisschen nervig, dass wir noch keinen offiziellen Bescheid wegen der Green Card bekommen konnten. Aber wir konnten den medizinischen Untersuch halt wirklich nicht schon frueher machen. Nun sind unsere Paesse noch immer auf dem Konsulat. Die bekommen wir erst wieder wenn sie das Visum reingemacht haben. Das wussten wir schon vorher und sollte kein Problem sein fuer die Heimreise.
Da wir Canada nicht verlassen, koennen wir einfach mit unserer Driver Licence (Fuehrerschein) der hier auch eine ID ist nach Hause fliegen.
Die Kinder haben keine ID, aber auch ueber das haben wir uns informiert. Wir sollten die Geburtsurkunden dabei haben und dann sollte es auch keine Probleme geben.



Danach sind wir ins Eaton Center, eine Shopping Mall. Wir wollten dort Essen. Wir konnten es kaum glauben als wir den Food Court sahen. Der war soooo RIESIG! Wir haben noch nie einen so grossen Food Court gesehen. Das gab so viele verschiedene Optionen. Die West Edmonton Mall ist ja eine der groessten Malls, aber dort gibt es verschiedene kleine Food Courts und keinen riesigen.
Im Food Court des Eaton Centers gibt es 24 Essenstaende und es gibt 900 Sitzplaetze.
Da hatten wir die Qual der Wahl.
Wir haben es aber geschafft und konnten uns nach langer Zeit endlich alle entscheiden.
Die Kinder waren total uebermuedet weil sie wieder so frueh aufstehen mussten. Wir haben Ashley dann in den Kinderwagen verfrachtet und Tiffany habe ich mir auf den Ruecken gebunden. Wir sind nach draussen und innert ein paar Minuten hat Ashley schon fest geschlafen. Wenig spaeter war auch Tiffany am schlafen.

Kinder in Montreal
Anja mit der schlafenden Ashley und Tiffany

So hatten wir dann ein bisschen Ruhe und konnten ungestoert durch Montreal laufen.
Die Sonne war am scheinen aber es war sehr kalt. Wie in Calgary. Man koennte meinen es sei das schoenste Wetter, weil die Sonne so scheint, aber es ist trotzdem ganz kalt.




ein Chinatown gibt es wohl in jeder Stadt


alte europaeisch aussehende Gebaeude


Vieux Montreal


07. Maerz 2014

Am Morgen sind wir mit der Metro auf die kleine Insel "Île de Soeurs" im St. Laurenz Strom gefahren. Wir wollten von dort aus die Skyline von Montreal fotografieren.
Es war wieder wunderschoenes Wetter nur ein bisschen kalt. Aber das macht uns ja nichts aus. Fuer etwas gibt es warme Kleider und Skianzuege fuer die Kinder. Es war auch schon waermer als noch gestern.
Man hatte auf der Insel wirklich ganz schoene Aussicht auf die Skyline wie ihr sehen koennt:



Es war niemand sonst auf dieser Insel unterwegs. Aber wir hatten Glueck, auf einmal kam ein Auto mit vier Chinesen angefahren die zum Fotos machen ausgestiegen sind. Wir haben die Chance genuetzt und sie haben ein Foto von uns allen gemacht.
Ashley moechte in letzter Zeit nie auf Fotos und tut dann immer doof... Auf dem Foto sieht es zum Glueck gerade nicht so schlimm aus. Tiffany sieht man auch nicht richtig, da sie im Tragetuch am schlafen war. Warum schlaeft sie eigentlich immer dann, wenn wir Fotos machen?



Danach haben wir noch ein paar Fotos mit dem Selbstausloeser gemacht. Ashley hat wieder gestreikt und in die andere Richtung geschaut...



Nach dem Mittag hatten wir unseren Termin fuer die Impfungen.
Stephan hat gefragt ob sie nachdem wir die Impfungen haben auch gleich unsere ganzen Papiere schreiben koennen, die das Konsulat braucht. Sie sagten ja, wir muessen einfach ein bisschen warten.
Ist das nicht toll. So wird trotzdem alles schneller gehen. Sie sagten ja, dass es 2 Wochen dauern wuerde.
Jedoch nerven wir uns jetzt auch ein bisschen, denn wenn sie das von Anfang an so gemacht haetten, haetten wir den medizinischen Untersuch ein paar Tage vor dem Interview buchen koennen und haetten dann alle erforderlichen Papiere dabei gehabt... Na ja, normalerweise dauert es halt zwei Wochen.

Fuer den medizinischen Untersuch waren wurden wir immer alle zusammen aufgerufen ausser fuer das Roentgenbild. Fuer die Impfungen haben sie uns jedoch einzeln aufgerufen. Ich nehme an wegen den Kindern, dass sie nicht zusehen mussten.
Als erstes hat Stephan seine Grippeimpfung bekommen und dann war ich an der Reihe.
Tiffany war als naechstes dran. Sie brauchte auch die Grippeimfung und dazu noch Hepatitis B und Rotavirus. Rotavirus musste sie oral einnehmen und hat das auch sehr gut gemeistert. Die Schwestern waren ganz erstaunt wie gut sie das gemacht hat.
Ich habe mir schon Sorgen gemacht wie das mit Ashley gehen wird. Sie war jedes mal dabei wenn Tiffany ihre Impfungen bekommen hatte, sie wusste also was passieren wird.
Sie war aber ganz interessiert und es hat den Anschein gemacht als koenne sie es nicht erwarten.
Sie hat freudig ihren Arm hingestreckt und hat nicht mit der Wimper gezuckt als sie die Grippeimpfung bekommen hat. Sie war ganz stolz als sie anschliessend ein Pflaster bekam.
Hepatitis B bekam sie in den naechsten Arm und hat auch den ohne Probleme hingehalten. Diese Impfung war jedoch groesser und hat laenger gedauert. Gegen den Schluss fing sie ein bisschen an zu Jammern aber das war es auch schon. Sie war richitg stolz und hat den rest des Tages immer wieder ihre Pflaster gezeigt.
Ich bin stolz auf die beiden, wie gut sie das gemeistert haben.

Wir mussten dann alle Impfungen bezahlen und warten bis die Papiere fertig geschrieben waren.
Nach einiger Zeit haben wir die 6 Briefumschlaege die fuer das Konsulat sind bekommen.
Wir haben uns dann aufgeteilt. Stephan ist sofort losgezogen zum Konsulat, welches fast um die Ecke war. Ich bin nicht mit, da wir den Kinderwagen dabei hatten und auch sonst zu viel Gepaeck.
Stephan wollte versuchen, ob er die Resultate am Konsulat direkt abgeben kann, auch wenn er keinen Termin hat. Damit es schneller geht und sie unseren Antrag weiter bearbeiten koennen.
Leider hat es nicht geklappt, aber es war ein Verusch wert. Wir hatten ja nichts zu verlieren.

So sind wir dann zur naechsten Purolator Filiale und haben dort die medizinischen Resultate per Express Post abgeschickt. Hoffentlich werden sie am Montag alles schon bekommen.
Nun heisst es warten, warten, warten.
Das kommt uns irgendwie bekannt vor, als wir fuer Canada zuerst auf das LMO fuer das Work Permit warten mussten und danach auf das Permanent Resident.


Wir sind dann noch ein wenig durch Downtown gelaufen und haben Fotos gemacht. Was auch sonst.




Stephan mit seinen Prinzessinnen (ja Tiffany ist wach)



Wir sind auch zum Hauptbahnhof von Montreal. Das war ein bisschen wie das Grand Central Terminal in New York City. Es hat uns auf jeden Fall daran erinnert. Halt ein typisch amerikanischer Bahnhof.



Schon bald war es an der Zeit fuers Abendessen. Eine Spezialitaet von Montreal ist Poutine. Wir kennen es schon, da man es in ganz Canada bekommt. Jedoch nicht in den USA.
Poutin ist eigentlich etwas ganz einfaches. Eine Portion Pommes, ueber welche Gravy (Bratensauce) geleert wird und obendrauf hat es noch Kaesestuecke. Ganz einfach, ganz fettig und ganz gut.
Nun wollten wir natuerlich richtiges Poutine von Montreal essen. Ich habe schon zu Hause ein Restaurant rausgesucht, welches das beste Poutine haben soll.
Wir sind dort mit der Metro hingefahren und mussten noch ein Stueck laufen. Es war schon spaet und so ist Tiffany wieder einmal eingeschlafen.
Vor dem Restaurant mussten wir dann draussen Schlange stehen. Davon habe ich gelesen, dass man dort warten muss, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit man geht. Es hat 24 Stunden geoffnet und scheint wirklich ein beliebtes Restaurant zu sein - das "La Banquise".
Als wir nach einer Weile endlich an der Reihe waren haben sie fuer uns extra einen Tisch beim Eingang breit gemacht, damit wir mit dem Kinderwagen rein konnten. Das Restaurant ist ganz eng, weil so viele Tische drin stehen. Aber sie brauchen ja wirklich so viele.
Man konnte von ganz vielen verschiedenen Poutine arten aussuchen. Also immer das normale Poutine und dann noch mit allem moeglichem, zusaetzlichem auf den Pommes. Da hatten wir die Qual der Wahl.
Wir haben die Fotos von uns extra so gemacht, damit man etwas vom Restaurant sah. Es war irgendwie so ein richtig tolles "feeling" dort.



Stephan und die offene Kueche im Hintergrund


Anja und der hintere Teil vom Restaurant

Ashley hat ein ganzes Malbuch mit Stiften bekommen und war ganz happy. Tiffany war wie schon geschrieben am schlafen...



Schon bald wurden unsere beiden Poutines gebracht. Sah das gut aus. Was fuer eine Kalorienbombe.
Stephan hat sich fuer Poutine mit Speck, Zwiebeln, Swiss Cheese und Sour Cream entschieden. Ich hatte Guacamole, Sour Cream und Tomaten.



Wir haben alles geteilt, so dass wir von beidem essen konnten. Yummy, war das gut. Aber lag schon ein bisschen schwer im Magen.



08. Maerz 2014

Unser erster Ferientag wo wir nicht fuer die Green Card unterwegs waren und auch schon unser letzter Tag in Montreal...
Wir hatten jedoch auch volles Programm um das Beste aus dem kurzen Trip zu holen. Na ja so voll wie es moeglich ist mit einem Kleinkind und einem Baby. So wie frueher rumreisen ist natuerlich nicht mehr moeglich.
Das Wetter war nicht so schoen, als wir das Hotel verlassen haben. Es war bewoelkt. Wir haben uns wieder auf den Weg nach "Vieux Montreal", weil wir dort die Notre Dame Basilica von innen sehen wollten.



Montreal Altstadt
in der Altstadt von Montreal




Notre Dame Basilica bei Tageslicht

Man musste fuer die Kirche Eintritt bezahlen. Aber sie war wirklich sehr schoen.
Stephan hat die Fotos gemacht. Er ist unser Fotograf wenn es um Bilder geht die man laenger belichten muss. Ich habe dafuer keine Geduld.







Als wir aus der Kirche kamen, war es nicht mehr bewoelkt und es war schoener Sonnenschein.
Wir sind noch einmal durch die Altstadt gelaufen und sind dann auf den Bus. Wir hatten auch Programm fuer das Mittagessen: Montreal Smoked Meat - eine weitere Spezialitaet aus Montreal. Also geraeuchertes Fleisch. Fuer das habe ich wieder ein Restaurant rausgesucht, dass super sein sollte - das "Schwartz's". Ganz autentisch seit 1928! Und so war es wirklich. Alles war so alt und irgendwie total cool. Es waren auch schon ein paar Beruehmtheiten dort zum essen.
Wir mussten auch dort draussen anstehen. Wieder ein so beliebtes Restaurant!
Hier ein Foto von dem Restaurant von aussen. Ashley, Tiffany und ich sind auch im Bild.




im Restaurant - alles so alt, aber total cool

Montreal Smoked Meat isst man vorallem als Sandwich. Wir haben uns alle je eines dieser beruehmten Sandwiches bestellt. Ich war total ueberrascht wie gut es war. Richtig zart und soooo gut!
Hier Fotos von uns mit dem Sandwich und man sieht auch schoen etwas vom Restaurant im Hintergrund.



Danach haben wir uns auf den Weg gemacht zum "Bell Centre". Das ist die Hockey Arena der Montreal Canadiens.
Wir waren wie fast immer mit der Metro unterwegs. Wir fahren alle gerne mit der Metro. Schade haben wir keine in Calgary. Ich habe endlich einmal ein Foto gemacht:




das ist das Bell Centre

Im "Basement" des Bell Centre befindet sich die Hall of Fame der Motreal Canadians.
Die Hall of Fame war toll. Es gab viel zu sehen vom heutigen Team, und von der Vergangenheit.
Gleich beim Eingang ist das Captain C:



Dies ist ein NHL Jersey von 1960, damals getragen von Jean Beliveau



Anja und Ashley haben sich ins Tor von Carey Price geschmuggelt. Gionta, Plekanec und den Rest der Habs kuemmerts wenig...




Tiffany und Ashley fuehlen sich als Maskottchen und koennen kaum glauben mittem im NHL geschehen zu sein.



Auch eine Nachbildung der Umkleidekabine durfte nicht fehlen.



Selbst wenn man nicht unbedingt Fan der Montreal Canadians ist, und nur als "neutraler" Hockey Fan in diese Hall of Fame geht, findet man viel spannendes aus ueber 100 Jahren Hockeygeschichte. Die Habs haben auch jedem "Original Six" Team eine kleine Wand gewidmet, und interessanterweise findet man vieles ueber die Siege der Habs ueber ihre Erzrivalen Boston Bruins, allerdings nichts ueber die Calgary Flames als sie 1989 als bisher einziges Team den Stanley Cup in Montreal in die Hoehe staemmen konnten... Description: lol


09. Maerz 2014

Heute war es schon wieder Zeit um nach Hause zu gehen. Wir hatten nicht viel Zeit in Montreal und es war irgendwie recht stressig. Aber wir haben alles gesehen was wir sehen wollten und sind zufrieden.
Montreal ist nicht gerade eine unserer lieblings Staedte, aber es war schoen dort. Es war uns irgendwie viel zu europaeisch. Es gab immer wieder Dinge die uns sehr an Europa erinnerten und nicht sehr nord amerikanisch waren.
Wir hatten dieses mal keinen Direktflug nach Calgary. Wir mussten in Winnipeg umsteigen. Das war jedoch gar nicht so schlecht. So konnten sich die Kinder in Winnipeg am Flughafen austoben und Energie los werden.
Wir hatten auch ziemlich viel Zeit, denn wir sind im selben Terminal abgeflogen wie wir angekommen sind. Wir mussten nur ein paar Gates weiter laufen und waren schon am Ziel. Wie praktisch.
So etwas ist uns bis jetzt noch nie passiert. Meistens muss man ja noch ein Terminal wechseln und noch einmal durch die Sicherheitskontrolle.
Wie ihr seht haben wir uns gemuetlich eingerichtet und die Kinder hatten ihren Spass.




Tiffany erkundet den Flughafen


Ashley kriecht auch durch die Gegend

Beide Fluege haben wir ohne Probleme ueberstanden.
Ach ja, wir waren ja ohne Paesse unterwegs. Stephan und ich hatten unsere Driver License und somit hatten wir keine Probleme. Fuer die Kinder hatten wir nur die Geburtsurkunden dabei. Nach denen hat aber nicht einmal jemand gefragt. Wir brauchten ueberhaupt nichts fuer sie vorzuzeigen. Das ist nun die Frage ob das gut oder schlecht ist...!?
Auf jeden Fall ist es schoen wieder zu Hause in Calgary zu sein. Und endlich versteht man wieder alle, da niemand Franzoesisch spricht.

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